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Flohmarktmarathon

Juni 14th, 2009 ·

Gestern Abend sind wir um 23:00 Uhr von einem kleinen oberbayerischen Flohmarktmarathon zurückgekommen. Unsere Erfahrungen.

Durch verschiedene konsequente Aufräumaktionen hatten sich einige Sachen angesammelt die wir nicht mehr benötigen. Dazu kam noch eine Plattensammlung die aufgelöst werden sollte. Das veranlasste uns am Donnerstag morgen die Entscheidung für die Teilnahme an einem Flohmarkt zu treffen.

Vorbereitung

Den ganzen Donnerstag haben wir mit Kistenpacken, Aussortieren, Umsortieren und dann schließlich mit Auto packen verbracht. Den nicht vorhandenen Tapeziertisch für die Präsentation der Waren haben wir durch eine Konstruktion aus vier Umzugskartons mit darauf montiertem zusammengefalteten Kleiderkarton ersetzt.

Tag 1 – Parkplatz Olympiastadion

Freitags dann sind wir um 7 Uhr (also mitten in der Nacht) auf dem Parkplatz des Olympiastadions eingefahren. Einfahrtticket kostet 3,50 und dazu kommen nochmal 7,50 Standgebühr. Das mit “Mitten in der Nacht” sahen andere nicht so, d.h. es war schon einigermaßen voll. Da der Platz aber sehr groß ist und man problemlos auch während des Marktes mit dem Auto rein und raus kann, ist es ein ständiges Kommen und Gehen der Aussteller.

Nach dem Einparken hat Diana uns bei den neuen Nachbarn vorgestellt. Ein Wahlmünchner aus Frankfurt (mir des Dialektes wegens sehr vertraut) hat mir ins Ohr geflüstert, sich nicht anquatschen zu lassen und erst mal gemütlich den Stand aufzubauen…

Der Tipp war durchaus hilfreich, denn gleich nach dem Öffnen des Kofferaumdeckels kamen die ersten “Kunden”. Das beste war aber einer, der es auf die Platten abgesehen hatte. Ich sagte ihm “wir bauen erst auf, bitte in einer halben Stunde nochmal kommen”. Das hielt ihn aber nicht davon ab, uns beim Aufbauen zuzusehen (er hat sogar Hilfe angeboten). Nach Freigabe des Plattenkartons hat er sich über die besten Stücke hergemacht und uns einiges an Umsatz beschert.

Dem voraus ging, dass ich am Donnerstag einige Stunden damit verbracht hatte, die Platten einzeln zu prüfen. Konkret: bei Ebay und anderen LP Verkaufsplattformen Preise rauszusuchen.

Ein netter türkischer Nachbar mit Schmuck und Taschen im Angebot hat uns bei der Eiseskälte mit warmen Tee versorgt.

Käufer waren vor allem:

* Händler
* Sammler (Profis)
* vereinzelt Menschen die sich ihren Hausstand auf dem Flohmarkt zusammenkaufen

Gut gingen deshalb:

* LP (vorher Preise checken!!)
* Hemden
* Schmuck
* Handy (eins)

Erfahrung:

* Konsequent bleiben
* In Ruhe aufbauen und den Stand sichern!
* Kontakte knüpfen mit den anderen Händlern ist enorm hilfreich
* Bei Sammlerstücken bewußt sein was die Wert sind und dabei bleiben (!!)
* Von ruppigen Mitmenschen mit Migrationshintergrund nicht veräppeln lassen

Gegen 14:30 haben wir eingepackt. Kisten etwas leerer und Geldbeutel gut gefüllt!

Mit dem gepackten Auto im Rücken haben wir uns entschieden Samstag wieder auf einen anderen Flohmarkt zu gehen.

Tag 2 – Teil 1 Pullach

Der Pullacher Flohmarkt fängt erst um neun Uhr an. Besonderes ist die Location. Auf einer sehr schönen und großen Wiese, mit hohen Bäumen umgeben, neben einer alten Schule.

Die Anzahl der Aussteller war überwältigend, die der Käufer leider nicht. Nur wenige hatte sich bei dem schönen Wetter für Flohmarkt entschieden. Trotzdem haben wir wieder einige Platten, eine alte Bierflasche und Computerteile verkauft.

Käufer waren vor allem:

* andere gelangweilte Verkäufer
* Sammler (wieder die Platten)

Gut gingen deshalb:

* LP
* Computerteile

Erfahrung:

* Sonne genießen, Hut aufziehen, eincremen!
* Von ruppigen Mitmenschen OHNE Migrationshintergrund nicht veräppeln lassen

Aufgrund des mangelnden Umsatz und immer noch gut gepackten Autos sind wir mit kurzem Zwischenstop im (!) Ammersee weiter nach Weilheim zu einem sog. “Nachfrohmarkt”.

Tag 2 – Teil 2 Weilheim

Offizieller Start war um 16 Uhr. Wir kamen erst gegen 17:30 Uhr. Der Platz war gerammelt voll. Sowohl mit Ausstellern als auch mit Kunden. Wir haben uns deshalb ohne Auto ans Ende einer Reihe reingequetscht.

Umverschämt war auf den ersten Blick der Preis: 18 Euro wollten die haben. Diana hat das durch ihre wunderbare Art der Empathie und Kommunikation auf 10 Runtergehandelt… Danke!

Die ersten Zwei Stunden war wirklich der Teufel los. Viele Menschen, viele Fragen, viel Text, mäßiger Umsatz. Gegen 20 Uhr wurde es etwas ruhiger. Längere Gespräche waren möglich und wir haben nette Menschen kennengelernt. Sogar ein Paar Flyer für Kurs-In-Wundern von Reinhard Lier haben Interessenten gefunden.

Highlight war Dianas verkaufskunst. Eine Papiertasche, die sie beim Einkaufen in Stuttgart bekommen hat (in die die Sachen reinkommt, die man gekauft hat), hat einen begeisterten Abnehmer für 5 Euro gefunden!

Käufer waren vor allem:

* Privatleute

Gut gingen deshalb:

* alles (Bücher, CDs, Klamotten)

Erfahrung:

* Kommunizieren macht Spaß!
* man kann eine Papiertasche für 5 Euro verkaufen

Schade war, das bereits um 20 Uhr viele abgebaut hatten, sodass es nicht wirklich ein Nachtflohmarkt war. Wir haben als vorletzte um 22:30 die letzte Kiste ins Auto…

Abgesehen von der Standgebühr würde ich dort wieder hinfahren, da man nicht so früh aufstehen muss und das Publikum auch sehr angenehm war.

Resumee

Erst mal bin ich Platt vom Flohmarkt machen, würde es aber wieder machen! Sehr wahrscheinlich erst wieder in ein paar Monaten. Vorlumenmäßig sind zwar noch die meisten Sachen da, aber wie sammeln wieder fleißig Nützliches, was gut Umsatz macht!

Tags: Allgemein

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